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Schlafmangel und Stress

18. Februar 2022 · Christine Lenz · , ,

In unserer modernen Gesellschaft duellieren sich Stress und Schlaf wie nie zuvor. Während die Arbeit, der Alltag oder andere Aspekte des Lebens den Stress erhöhen, wird Schlaf immer weniger priorisiert.

Schlaflos durch Stress oder verursacht die Schlaflosigkeit den Stress?

Zugunsten der Produktivität, der Selbstoptimierung oder aufgrund von Stress gewöhnen sich viele Menschen an die kurzen Nächte. Untersuchungen zeigen, dass die Schlafdauer im Vergleich zu den 1960er Jahren um eine Stunde abgenommen hat. Menschen merken gar nicht, dass ihnen der Schlaf einfach fehlt. Die Einschlafzeit wird nach hinten geschoben und dieses ewige Aufschieben hat auch einen Namen.

Revenge Bedtime Procrastination

Der ewige "Schlafaufschub", nur noch schnell die Mails checken

Über mich und das Thema Schlaf

Mit dem Thema Schlaf beschäftige ich mich seit Jahrzehnten. In dieser Zeit habe ich verschiedenste Menschen und ihre Schlafprobleme kennengelernt. Nach vielen Jahren Coaching und Beratung entstanden schließlich auch erste Produkte. Meine Schlafmasken sind aus der Praxis entstanden und haben sich tausendfach bewährt. Dabei setze ich konsequent auf faire Produktion in Deutschland und zertifizierte Bio-Materialien. Mit der Zeit sind dabei immer neue Lösungen für guten Schlaf entstanden, wie etwa das Traubenkern-Nackenkissen oder Cumulu-Wolkenkissen.

Vielleicht sind meine Produkte ja auch etwas für Sie? Durchstöbern Sie gerne meinen Online-Shop - es würde mich sehr freuen! Auch als Geschenk machen die angebotenen Produkte praktisch immer eine gute Figur.

Herzlichst,
Ihre Christine Lenz

Todmüde und trotzdem täglich bis tief in die Nacht an PC, Smartphone oder vor dem Fernseher. Schlafmangel schadet uns. Für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit sind Stressreduktion sowie ausreichend und guter Schlaf wichtig.

Woher kommt das Phänomen der „Revenge Bedtime Prokrastination“, das ja sicher einige von euch kennen?

Neu: Chronotyp per Haartest bestimmen

Unser Chronotyp - unsere "innere Uhr" - ist mittlerweile wissenschaftlich gut erforscht. Eulen, Lerchen und Tauben bestimmen, zu welcher Uhrzeit wir am leistungsfähigsten sind. Gleichzeitig kann ein Leben gegen den eigenen Chronotyp zu verschiedenen Erkrankungen führen.

Ein Start-Up von Forschern der Charité Berlin hat einen RNA-Haartest entwickelt, mit dem sich der Chronotyp bestimmen lässt. BodyClock ist Partner von Schlafprojekte. Erfahre mehr zum Thema Chronotyp oder besuche direkt die Webseite des Haartests. Damit unterstützen Sie auch meine Arbeit.

Studien zeigen, dass angeblich Menschen, die auch bei anderen Sachen zur Prokrastination, also Aufschieberitis neigen, hier gefährdeter sind. Ich glaube aber wir werden aktiv dazu verführt.

Atemlos durch den Tag gerast?

Den ganzen Tag von einem Termin zum nächsten gehetzt, die Kinder beim Homeschooling begleitet, schnell das Abendessen beim Lieferdienst bestellt oder wie besessen für die nächste Prüfung an der Schule, in der Uni gelernt. Dann kommt der Feierabend. Wer jetzt entspannt, sich ein Bad macht, etwas Sport einplant oder sich mit Freunden trifft, macht alles richtig. All diese Aktivitäten senken den Stresslevel und machen müde. Einem frühen und rechtzeitigen ins Bett gehen steht nichts mehr im Wege. Eigentlich!

Doch der Abend gestaltet sich für viele Menschen weit weniger erholsam als erwartet. Sie surfen noch bis spätabends ziellos durchs Netz, spielen Handy-Spiele oder sehen sich mal wieder endlos viele Folgen der Lieblingsserie an. Mit dem Resultat, dass die Ruhephase regelmäßig zu spät beginnt, die Nacht zu kurz ist und man den nächsten Tag übermüdet und gestresst beginnt. Und statt aus dem Fehler zu lernen, wiederholt sich das Spiel am nächsten Abend. Warum tut sich das irgendjemand an? Weil eine ganze Industrie dahinter steht, die uns regelrecht ins Netz zieht. Je länger wir online Zeit verbringen desto wertvoller sind wir als Nutzer. Da ist der Industrie unser Schlaf egal.

Der Stellenwert von Schlaf und was passiert, wenn die Schlafdauer oder Schlafqualität nicht stimmt

Stress und Schlaf stehen in einem interessanten Verhältnis zueinander. Wer gestresst ist, schläft oft schlechter und kürzer. Und wer zu wenig oder ungut schläft, ist gereizt und gestresst. Denn wer nicht ausgeruht und energiegeladen aufwacht, dem fällt es schwerer, die Herausforderungen des Alltags zu meistern. Geht morgens etwas schief, ist gleich die Laune für den ganzen Tag dahin. Und mit jedem neuen Problemchen steigt das Stresslevel.

Eine Fahrt mit Schlafmangel ist wie eine Fahrt unter Alkoholeinfluss

Schlafmediziner können den Effekt sogar messen und drücken es so aus: Zu wenig Schlaf wirkt auf den Körper wie Alkohol. Das Gedächtnis, die Reaktionsgeschwindigkeit und die Urteilskraft sind bei Menschen, die mehrere Tage hintereinander nicht mehr als sechs Stunden pro Nacht schlafen, so beeinträchtigt wie mit mindestens ein Promille Alkohol im Blut. Schlafmangel kann damit tötlich sein.

Wer auf Dauer zu wenig Schlaf abbekommt, muss mit Auswirkungen auf den gesamten Körper rechnen. Beim Schlafen regeneriert sich der Organismus auf Zellebene. Kann er dies nicht im ausreichenden Maße tun, weil die Schlafdauer oder die Schlafqualität nicht stimmen, hat das Effekte auf das Gehirn, das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System, das Bindegewebe, die Muskulatur und den Stoffwechsel.

Schlafgesundheit

Für die Gesundheit ist Schlaf unheimlich wichtig. Zum einen schadet Schlafmangel dem Immunsystem und erhöht die Infektanfälligkeit. Durch ausreichend guten Schlaf lässt sich das Immunsystem stärken und sogar die Wirksamkeit von Impfungen verbessern, fanden Forscher heraus. Zum anderen steigt durch Schlafmangel auf Dauer das Risiko für ernsthafte Erkrankungen wie Bluthochdruck, Demenz, Diabetes Typ 2, Herzerkrankungen, Nierenprobleme, Schlaganfall oder Krebs. Eine Studie der Universität in Paris, Frankreich, sieht das Risiko für Demenz um 30 Prozent erhöht, wenn nach dem 50. Lebensjahr nicht genügend oder gut genug geschlafen wird.

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Schlaf macht Schlank!

Auch der Umfang unserer Taille wird davon beeinflusst, wie viel und wie gut jemand schläft. Denn Schlaf ist an der Regulation des Gewichts beteiligt.

Dabei spielen zwei Aspekte eine Rolle.

  1. Der erste Aspekt betrifft die Hormonproduktion. Bei Schlafmangel werden bestimmte Hormone im stärkeren oder geringeren Umfang produziert. Konkret wird durch Schlafmangel das appetitanregende Hormon Ghrelin verstärkt ausgeschüttet. Gleichzeitig wird das Sättigungsgefühl regulierende Hormon Leptin reduziert. Diese ungünstige Kombination führt dazu, dass es unausgeschlafenen Menschen schwerer fällt, auf süße und fetthaltige Snacks zu verzichten. Bei ausreichend Schlaf kehrt die Hormonproduktion ins Gleichgewicht zurück.
  2. Der zweite Aspekt bezieht sich darauf, dass man beim Schlafen nicht isst. Für den Körper ist diese Zeit, in der keine oder kaum Energie für die Verdauung verwendet werden muss, eine wahre Erholung. Inzwischen wird sogar das sogenannte Intervallfasten von Medizinern empfohlen, bei dem bewusst Phasen des Nichtessens eingehalten werden. Dadurch kann der Körper andere Aufgaben außerhalb der Verdauungstätigkeit priorisieren. Studien zeigen, dass dies nicht nur der Gewichtskontrolle dient, sondern auch vor Erkrankungen wie etwa Diabetes Typ 2 schützen kann.

Fazit:

Wer aufgrund von Stress, aus Gründen der Produktivität oder anderen Ursachen nicht ausreichend oder schlecht schläft, funktioniert wie jemand mit Alkohol im Blut, hat es schwerer, eine schlanke Linie zu halten und riskiert Krankheiten zu entwickeln, die von einer einfachen Erkältung bis hin zu Krebs reichen.

Besser Schlafen: Tipps für längeren und besseren Schlaf

Der Job, die Finanzen oder Social Media. Gegenwärtig gibt es viel, das uns Stress bereiten und vom Schlafen abhalten kann. Mindestens jede zehnte Person in Deutschland ist von chronischen Schlafstörungen betroffen.

Stichwort Schlafmangel

Viel mehr Menschen denken bei ihren persönlichen Schlafgewohnheiten aber gar nicht an Schlafmangel. Dabei sollte praktisch jede und jeder zwischen 6,5 und 10 Stunden pro Nacht schlafen. Diese allgemeine Daumenregel gilt für Erwachsene.Schlafmangel ist auch ein Risikofaktor für Übergewicht wie eine Studie der Uni Chicago

Teenager und Kinder brauchen mehr Schlaf. Bei Senioren nimmt das Schlafpensum oft ab, bzw. der Schlaf wird fragiler, weil wir im Alter immer weniger Tiefschlafanteile an der Nacht haben.

Aber nicht nur die Schlafdauer muss stimmen, auch die Schlafqualität ist wichtig. Bei guter Schlafqualität durchläuft der Körper im Schlaf unterschiedliche Phasen wie Tiefschlaf- und REM-Phasen. Sie dienen der Regeneration von Gehirn und Körper. Ist die Schlafqualität schlecht, ist es schwerer, in diese wichtigen Schlafphasen abzugleiten.

Um besseren Schlaf zu erreichen, 

10 Schlaf Tipps die sofort umsetzbar sind:

  1. Abends nicht zu spät schwer verdauliches Essen
  2. Koffeinkonsum ab dem frühen Nachmittag einstellen
  3. generell den Konsum von Alkohol und Nikotin reduzieren. Eine gute Idee, wie diese Studien zeigen
  4. mindestens 2 Stunde vor dem Schlafengehen auf Bildschirme aller Art verzichten; sie emittieren blaues Licht, das die Produktion des Schlafhormons Melatonin stört
  5. ein Abendritual entwickeln, dass entspannt und beruhigt; Entspannungsübungen, Meditation und Tee sind gute Optionen
  6. Schlafzimmer abdunkeln, Verdunklungsvorhänge oder eine Schlafmaske schützen davor, dass Licht den Schlaf stört
  7. Lärm im Schlafzimmer reduzieren, etwa durch Ohrstöpsel oder "Schallschluckende Raumelemente"
  8. Atmosphäre im Schlafzimmer optimieren (bequemes Bett, angenehme Schlaftemperatur, saubere Luft, kein Bügelbrett im Schlafzimmer)
  9. Stressquellen identifizieren und möglichst reduzieren (beispielsweise durch besseres Zeitmanagement)
  10. eigenen Umgang mit Stress verbessern (beispielsweise durch Konfliktmanagementkurs, Therapie oder Sport)
  11. hier noch der link zu einem Beitrag, welche Umwelteinflüsse den Schlaf noch stören können
Die Schlafmaske "Schlaf dich Glücklich"
Sich glücklich und gesund Schlafen, mit einer Schlafmaske

 

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