Alzheimer und Schlaf

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Alzheimer und Schlaf 2018-02-06T12:42:09+00:00

Melatonin zur Schlaftherapie bei M. Alzheimer

Da endogene Melatonin-Spiegel bei Patienten mit M. Alzheimer reduziert sind, wurde untersucht, ob die Substitution von Melatonin einen positiven Effekt auf den Schlaf von Alzheimer-Patienten hat.

Alzheimer ist eine degenerative Hirnerkrankung, die zu einer Demenz führt.

Klassische Symptome sind kognitive Störungen, psychiatrische sowie Verhaltensauffälligkeiten. Zum M. Alzheimer dazugehörend sind oft Schlafstörungen. Im Gesamtverlauf der Erkrankung kann es zu einer kompletten Fragmentierung des Nachtschlafes und einer kompletten Umkehr des Schlaf- Wach-Rhythmus kommen. Zusätzlich zur schlechten Entwicklung des Schlafes bei Alzheimer-Patienten kommt die Wechselwirkung von schlechtem Schlaf, Verlust von Tiefschlaf und REM-Schlaf, was ebenfalls zu einer Störung des Gedächtnisses führen kann. Es gibt viele Belege dafür, dass im Schlaf ein wichtiger Teil der Gedächtniskonsolidierung stattfindet.

In den letzten Jahren sind verschiedene Therapiemöglichkeiten erarbeitet worden.

Licht für einen guten, tiefen Schlaf bei Demenz.

Sehr einfach zu handhaben und sehr effektiv ist eine geregelte Lichttherapie. Das heißt schon früh nach dem Aufstehen sollten Menschen mit M. Alzheimer dem ungefilterten Tageslicht ausgesetzt werden und zur Aktivierung sollten den ganzen Tag Tageslichtleuchten, Spaziergänge und Aufenthalte im Freien und Bewegung in natürlichem Licht stattfinden. Die geregelte Lichttherapie führt zu einer besseren Schlafregulation bei allen Menschen.

Melatonin

Die Substanz Melatonin wird als endogenes Hormon zur Behandlung bei Alzheimer immer wieder diskutiert. Deshalb gab es eine Studie mit 80 Patienten, die eine milde bis moderate Diagnose hatten und bei denen der Nachtschlaf gestört und nicht gestört war. Die eine Gruppe bekam ein Placebo, die andere Gruppe bekam Melatonin. Das Ergebnis war, dass Patienten, die Melatonin erhalten hatten, sowohl von ihrer kognitiven Leistung als auch vom Schlafverhalten her ein positiven Effekt zeigten. Gerade Patienten mit einer nächtlichen Unruhe und einer Verschiebung des Schlaf- Wach-Rhythmus profitierten deutlich von der Melatoningabe. In der Praxis ist die nächtliche Unruhe von Menschen mit einer degenerativen Demenzerkrankung, einer der Hauptgründe für eine Einweisung in eine Pflegeeinrichtung.

So viele Ehepaare werden nach vielen Jahren, genau aus diesem Grund, getrennt. Diese Fragmentierung und Umkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus führen zu einem nicht-schlafen-können der pflegenden Angehörigen. Hier könnte zusätzlich zu der Lichttherapie die Melatonintherapie Erleichterung verschaffen und vielleicht sogar die Einweisung in eine Pflegeeinrichtung verhindern.

Fragen Sie Ihren Hausarzt oder Schlafmediziner ob diese Therapie für Sie eine Alterniative sein kann.

Studies ist zu finden unter: Add-on prolonged-release melatonin for cognitive function and sleep in mild to moderate Alzheimer’s disease: a 6-month, randomized, placebo-controlled, multicenter trial. von Wade AG1, Farmer, Harari, Fund, Laudon, Nir, Frydman-Marom, Zisapel

 

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