Schnarchen mehr als nur ein Geräusch

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Schnarchen mehr als nur ein Geräusch2018-04-28T22:16:01+00:00

Schnarchen ist ein schlafbedingtes akustisches Phänomen, das als Folge eines erhöhten Widerstandes in den Engen der oberen Luftwege durch Vibrationen und Verwirbelungen in dem Nasenrachenraum hörbar wird. Das heißt wache Menschen schnarchen nicht. Diese Schnarchen wird als Habituellem Schnarchen (HS) bezeichnet.

Schnarchen wird auch zu den Parasomnien gezählt. Dabei handelt es sich um Aktivierungen verschiedener Körpersysteme, die während des Schlafes auftreten. Zu diesen Phänomenen zählt auch das Schlafwandeln (Somnambulismus), das Zähneknirschen (Bruxismus) und das Sprechen im Schlaf.

Bei vielen Betroffenen tritt das Schnarchen in Abhängigkeit von der Körperlage auf. Bevorzugt wird in Rückenlage geschnarcht. Alkohol und Übergewicht verstärken durch eine Erschlaffung bzw. durch eine zusätzliche Verengung der Atemwege die Problematik. Schnarchen an sich ist keine Krankheit sie verursachen jedoch eine Belästigung ihrer Umgebung und hier insbesondere der Bettpartner und der Nachbarn. Ein Schnarcher kann hier problemlos Stockwerke überbrücken und ganze Zeltplätze beschallen.

Diese Form des Schnarchens nennt man habituelles Schnarchen. Schnarchen (Rhonchopathie) bei Mundatmung verursacht Geräusche die teilweise bis zu 90 dB laut werden können, Das ist einem Fluglärm gleichzusetzen. Die Geräusche die dadurch entstehen, dass die Rachenmuskulatur beim Schlafenden erschlafft und Zäpfchen und Gaumensegel in der Atemluft flattern sind jedem bekannt. Oftmals glauben die Betroffenen gar nicht, dass sie schnarchen. Auslöser für eine Verengung der Atemwege können Allergien, aber auch Schnupfen, Entzündungen in der Nase, eine Verkrümmung in der Nase oder auch eine Vergrößerung der Mandeln im Rachen sein. Es gibt viele Familien die es vererben einfach weil der Mund Kieferbereich so gebaut ist wie bei Oma und die hat auch schon geschnarcht wegen einem rückverlagerten Unterkiefer. Es gibt wie immer mehrerer mögliche Ursachen.

Schnarcht der Betroffene laut und vor allem unregelmäßig mit Pausen oder in extrem an- und abschwellenden Frequenzen, so sollte untersucht werden, ob nicht ein Schlafapnoe-Syndrom vorliegt. Dabei handelt es sich um Atemaussetzer im Schlaf, die durch die Verlegung bzw. den Verschluss der Atemwege entstehen und häufig mehrere hundert Mal pro Nacht auftreten. Dabei ist kein erholsamer Schlaf mehr für den Schläfer möglich. Der Schnarcher quält also nur die Mit Schläfer der Schlafapnoiker auch sich selbst.

Bei Kindern, die schnarchen, sollte grundsätzlich eine Abklärung der Ursache erfolgen, um schwerwiegende Störungen rechtzeitig beheben zu können. Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS) sind ein häufiges, oft unterschätztes Krankheitsbild bei Kindern. Sie können beträchtlichen Einfluss auf das Wohlbefinden haben und gehen in der Regel mit Habituellem Schnarchen (HS) einher. Je häufiger ein Kind schnarchte, desto häufiger treten übrigens folgende Symptome auf: Halsschmerzen, morgendliche Kopfschmerzen, Hyperaktivitätszeichen, Konzentrationsschwierigkeiten, Tagesmüdigkeit, Einschlafen beim Fernsehen und in der Schule, häufige Alpträume. Schnarchen beeinflusst das Wohlbefinden und die Gesundheit von Kindern und von Erwachsenen. Erwachsene die Schnarchen haben ein höheres Risiko für Herzkreislauf Erkrankungen und können nach Jahren des Schnarchens eine Schlafapnoe entwickeln. Schnarchen sollte mit wachen Augen und Ohren immer wieder überprüft werden und gegebenenfalls therapiert werden. Es gibt hier viel nichtinvasive Methoden und Hilfen.

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