Albträume müssen nicht sein

Albträume müssen nicht sein

Albträume werden häufig als „albern“ oder „kindisch“ abgetan. Tatsächlich berichten Kinder häufiger, einen Albtraum gehabt zu haben, aber auch 4 – 8 % der erwachsenen Allgemeinbevölkerung leiden unter regelmäßigen Albträumen.

Heute gibt es einen Gastbeitrag, auf meinem Blog, von Annika Gieselmann die an der Heinrich-Heine Uni in Düsseldorft forscht. Ich durfte sie auf dem Schlafmedizin Kongress kennenlernen und da ich Ihre Albtraumtherapie -„Internet-basierte Imagery Rehearsel Therapy bei chronischen Alpträumen“ super finde habe ich Sie gefragt ob sie nicht einen kleinen Blogartikel zu dem Thema schreiben kann. In meinem Beratungen ist der Albtraum auch immer wieder mal ein Thema und gerade der Weg ein neuese Ende zu finden ist immer wieder spannend.

Lavendel ist wunderbar entspannend

Lasst uns den Traum nehmen…

Nehmen wir Marie. Marie ist zu einer Gartenparty in der Nachbarschaft eingeladen. Kurz bevor sie das Haus verließ, ging sie noch einmal schnell zur Toilette und erschrak furchtbar: Plötzlich war ihr Körper übersäht mit Maden. Sie krochen aus ihrer Kleidung heraus und krochen über ihren Körper. Dicke, braune Maden. Sie schämte sie furchtbar, als sie auf der Party ankam, denn alle starrten sie angewidert an. Was sich anhört, wie ein Horrorfilm, ist tatsächlich einer. Marie erwachte mit einem Schreck, zitterte und war scheißgebadet. Wer schon einmal einen Albtraum hatte, kann dies sicher nachempfinden, aber es gibt Menschen, die erleben dies häufiger und dann können Albträume ernsthaftes Leid verursachen. Sie unterbrechen den Schlaf und die Betroffenen grübeln anhaltend über Sinn und Bedeutung der Träume. Einige sind bereits beunruhigt, wenn der Abend voranschreitet. Müdigkeit und Depression sind die Folge.

Annika Gieselmann und Reinhard Pietrowsky von der Abteilung Klinische Psychologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gehen den schlimmen Träumen auf den Grund. Erstaunt konnten sie in ihren Studien feststellen, dass Albtraumtherapie tatsächlich funktioniert. Auch die internationale Forschung scheint darauf hin zu deuten, dass die sogenannte Imagery Rehearsal Therapy (IRT) eine wirkungsvolle und leicht umzusetzende Methode ist. Hierbei wird die Geschichte des Albtraums so lange umgeschrieben, bis sie nur noch einen normalen, vielleicht sogar langweiligen Traum verwandelt ist. Dieser neue Traum wird dann den Tag über immer wieder einstudiert. Man nimmt an, dass hierdurch eingefahrene Gedächtnisschleifen überschrieben werden können. Warum die Therapie aber genau wirkt, das weiß noch niemand so wirklich.

…und das Drehbuch verändern

Marie überlegte sich also, dass sich die Maden ja auch in Schmetterlinge verwandeln könnten. (Sicher können sich Maden nicht in Schmetterlinge verwandeln, nur Raupen können das, was im Traum jedoch glücklicherweise kein Problem ist.) Sie sagte also nur: „Moment, wartet kurz!“ Kurz darauf verwandelten sich die Maden in wunderschöne Schmetterlinge und sie war der Star der Party. Sie musste nur noch etwas aufpassen, dass sie ihrer Tochter auch noch eine von den Schmetterlingen mitbringen konnte.

aus Raupen werden Schmetterlinge – Traumbild

Liebe Grüße Christine

hier gibt noch mehr zum Thema Kinderschlaf

über einen Kommentar von euch würde ich mich sehr freuen.

 

2018-04-22T18:36:13+00:00 April 22nd, 2018|Kids und Schlaf, Schlaf, Sicherheit im Schlaf, Traumwerkstatt|

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