Detox im Schlaf einfach so, geht das?

Während wir schlafen, erholt sich unser Körper. Das wissen wir alle.

Forscher haben jetzt noch eine weitere Funktion von ausreichendem und erholsamen Schlaf entdeckt.

Was passiert in unseren Gehirn während wir schlafen?

Im Schlaf weiten sich ganz bestimmte Räume des Gehirns zu einer Art Abwassersystem.

Durch dieses Abwassersystem werden vermehrt giftige Stoffwechselprodukte aus dem Gehirn entfernt.

Schädliche Eiweiße werden wesentlich schneller abgebaut als am Tag.

 

Ausreichend Schlaf könnte somit noch viel mehr gesundheitliche Auswirkungen haben als bisher gedacht. Die Erneuerung unserer Zellen läuft im Schlaf auf Hochtouren. Der ganze Prozess der Reinigung und der Abtransport von Abfallprodukten aus unserem Körper ist eine der Aufgaben des Schlafes. Schon eine Nacht ohne Schlaf erhöht laut mehrerer internationaler Studien die Gefahr einer Infektion zum Beispiel mit Erkältungsviren um bis zu 80% gegenüber einer Nacht mir ausreichend Schlaf.

Meine Lieblinge hier sind die Makrophagen.

Speziell die Makrophagen monocytärer Herkunft differenzieren sich aus Stammzellen des Knochenmarks oder den Lymphozyten. Spontan oder auf Fremdkörperreize hin durchwandern sie die Gefäßwände, streifen als Histiocyten in Gewebslücken und Interzellularräumen umher. Ich denke dabei immer an eine kleine bunte Polizeitruppe, einen Punk mit orangenen Haaren, einen kleinen Speedy Gonzales, eine immer hungrige Sofie oder eine tapfere starke Kämpferin, die den Kampf gegen die bösen Eindringlinge führen während wir träumen. Angelockt durch Signalstoffe, die zum Beispiel von einem Reizherd freigesetzt werden, starten sie ihre Abwehrtätigkeit. Ungeachtet ihrer unterschiedlichen Herkunft und ihres Aussehens, vermögen alle Makrophagen neben Bakterien geschädigte und als körperfremd erkannten Zellen zu jagen. Makrophagen eleminieren auch nicht-abbaubare, nicht-organische Fremdkörper wie Ruß oder Kohle- und Farbstoffpartikel. Die Unterstützung der spezifischen Immunabwehr passiert hier zu über 70% im Schlaf und während unsere äusseren Körperfunktionen in Ruheposition sind.

Schlaf erfüllt so viele Aufgaben, dass es noch viel zu forschen gibt. Wir wissen das Menschen, die einen gestörten Schlaf-Wach-Rythmus haben, zum Beispiel durch Schichtarbeit, zu pflegende Angehörige, nächtlichen Fluglärm oder störende nächtliche Beleuchtgung, im Schlaf anfälliger sind für Herz-Kreislauferkrankungen, Tumore und Diabetis. Sogar Alzheimer ist eine Möglichkeit, die diskutiert wird. Ich bin neugierig was hier noch alles erforscht wird.

Unsere Arbeitswelt verändert sich ständig und eine 24/7/365 Gesellschaft stellt uns alle vor Herausforderungen, der sich zunehmend auch die Industrie bewußt wird. Unsere Gesundheit und unsere Schlaf sind ein hohes Gut. Dieses Bewustsein, dass Schlaf keine Zeitverschwendung, sondern ein Motor für ein glückliches, gesundes und voller Motivation geführtes Leben ist wächst.

Meine Vorträge und Workshops in Unternehmen

Schlaf als aktive Gesundheitsprävention, die gerade auch für die Arbeitsmotivation und die Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer wichigt ist, wird von immer mehr Arbeitgebern erkannt. Viele Unternehmen leisten sich heute ein Gesundheitsmangment und bieten Vorträge, Beratungen und Workshops zum Thema Gesundheit an. Mein Schwerpunkt ist Schlafgesundheit und hierzu zählen Schichtarbeit, Stressprävention, Depression und noch viel mehr.

Was ich übrigens auch oft gefragt werde bei meinen Vorträgen : (hinter dem link)

Wann fangen wir an zu Träumen?

Antwort: Schon im Mutterleib. Ist das nicht ein schöner Gedanke? Mit diesem Gedanken beende ich diesen Blogbeitrag und freue mich, wenn Sie wieder mal bei mir vorbei schauen

Ausgeschlafene Grüße

Christine Lenz

Schlafen in der Schwangerschaft - Fragen?

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Bild zur Verfügung gestellt vom Bilderhaus